Finanzierung

Die Mittel stammen vor allem von den Arbeitgebern und zu einem kleineren Teil von Bund und Kanton. Familienzulagen basieren auf dem Solidaritätsprinzip. Alle Arbeitgeber, die Beiträge an AHV, IV und EO leisten, sind verpflichtet, Beiträge in Form von Lohnprozenten an eine Familienausgleichskasse zu bezahlen. Sind sie nicht beitragspflichtig, zahlt der Arbeitnehmer diesen Beitrag selber. Seit 2013 sind auch alle Selbständigerwerbenden verpflichtet, Beiträge auf das AHV-pflichtige Einkommen an die Familienausgleichskasse ihrer AHV-Ausgleichskasse zu leisten. Die Familienzulagen für Nichterwerbstätige finanziert der Kanton. Die Familienzulagen in der Landwirtschaft (die im Rahmen von Fr. 200 bis Fr. 270 liegen) werden für selbständigerwerbende Landwirtinnen und Landwirte zu zwei Dritteln durch den Bund und zu einem Drittel durch den Kanton finanziert. Für Arbeitnehmer in der Landwirtschaft gibt es eine gemeinsame Finanzierung durch den Arbeitgeber (2 % auf der Lohnsumme), den Bund und den Kanton.

Finanzielle Auswirkungen

Die vorgesehene Erhöhung der Familienzulagen ist für die Arbeitgeber im Kanton Zürich gut tragbar. Denn der Beitrag in die Familienausgleichskasse ist im Kanton Zürich am tiefsten, und liegt z.B. bei der kantonalen Familienausgleichskasse SVA Zürich bei nur 1,2 %. Zur Finanzierung der höheren Familienzulagen könnte der Arbeitgeberbeitrag hier auf 1,7 oder 1,8 % erhöht werden und würde dann im Mittelfeld aller Kantone liegen, gleich hoch wie der Arbeitgeberbeitrag der kantonalen Familienausgleichskasse des Kantons Zug. Es fällt in Betracht, dass einige Kantone weit höhere Arbeitgeberbeiträge von bis zu 2,8 % kennen.

Weshalb tragen die Arbeitgeber die Kosten für die Familienzulagen?

Familienzulagen basieren auf dem Solidaritätsprinzip. In fast allen Kantonen werden die Familienzulagen durch die Arbeitgeber finanziert. Dies hat den Vorteil, dass diese Kosten nicht einseitig durch die Arbeitnehmer zu bezahlen sind, sondern durch die Arbeitgeber den Nutzern der Arbeitsleistung überbunden werden können und dadurch von der ganzen Gesellschaft getragen werden. Das ist richtig. Denn Familie geht uns alle etwas an, weil jeder von uns mindestens einer Familie, nämlich seiner Herkunftsfamilie, wenn nicht gar einer zweiten, seiner eigenen Familie, angehört.

Kosten für den Kanton Zürich bzw. den Steuerzahler

Der Kanton Zürich trägt lediglich die Familienzulagen der Nichterwerbstätigen, die für den Kanton Zürich marginal sind, sodass auch die geplante Erhöhung für den Kanton Zürich unbedeutend wäre. Zudem zahlt er natürlich als Arbeitgeber, wie alle anderen Arbeitgeber, die etwas höheren Beiträge in die Familienausgleichskasse ein. Er hat andererseits aber auch entsprechend höhere Steuererträge.