Deckung der Lebenshaltungskosten

Das Bundesgesetz über die Familienzulagen ist rund 14 Jahre alt und wurde vor rund 11 Jahren in Kraft gesetzt. Seither haben sich die finanziellen Herausforderungen für Familien verschärft, ohne dass die Politik darauf angemessen reagiert hätte. Die Familien leiden insbesondere unter den stetig steigenden Krankenkassenprämien, die sich in den letzten 14 Jahren um über 50 % erhöht haben. Da der Mittelstand von Prämienverbilligungen nicht ausreichend profitiert, wird es für diese Familien zunehmend schwieriger, die Lebenshaltungskosten zu decken. Zusätzlich fallen für eine Familie Mehrkosten für eine grössere, familiengerechte Wohnung, für mehr Nahrungsmittel, Telekommunikation, Sport und Freizeitaktivitäten usw. sowie allenfalls für familienexterne Kinderbetreuung an. Zudem ist zu berücksichtigen, dass ein kinderloses Paar mit zwei Vollstellen über mehr Einkünfte als eine vierköpfige Familie verfügt, die wegen der Familienarbeit nicht zwei Vollstellen belegen kann.

Krankenversicherungsprämien

       Index 1999 = 100 Punkte  
Total    Art der Versicherung 
Obligatorische Krankenpflegeversicherung  Krankenzusatzversicherung  
1999100.0100.0100.0
2000104.6103.8106.4
2001110.3109.8111.1
2002119.0120.8115.4
2003127.4133.0116.4
2004134.0142.1117.9
2005136.7145.6118.9
2006141.7151.5122.4
2007143.1153.3123.0
2008142.5151.7124.4
2009144.6153.7126.6
2010156.3167.1134.8
2011165.3177.4141.3
2012168.5181.3142.7
2013170.4183.1144.9
2014169.0187.4129.9
2015173.3194.6127.8
2016178.5204.0124.1
2017185.3213.9124.6
2018192.8221.8131.1
2019194.4224.2131.1

Quelle: Bundesamt für Statistik – KVPI

© BFS 2018

Druck auf das Familienmodell

„Immer häufiger genügt heutzutage ein einziges Erwerbseinkommen dem finanziellen Bedarf einer Familie nicht mehr; so stellt die Erwerbstätigkeit beider Eltern oft eine finanzielle Notwendigkeit dar.“ (Bundesamt für Statistik)

Der Staat zwingt Eltern aus wirtschaftlichen Gründen ein Familienmodell auf, das sie sonst nicht gewählt hätten. Es muss für Elternteile weiterhin möglich sein, sich den Betreuungsaufgaben der Kinder zuzuwenden. Es darf nicht sein, dass sich der Staat nur auf den Ausbau der kostenintensiven, familienergänzenden Strukturen fokussiert und die Betreuung und Erziehung der Kinder durch die Eltern vernachlässigt; insbesondere, da dies die für den Staat günstigste Lösung wäre.

Politik soll materielle und immaterielle Werte regeln. Als Familienpartei investiert die EDU lieber in die Familien als in die familienergänzenden Strukturen, sodass die Eltern möglichst frei wählen können, welches Familienmodell sie wählen wollen.“

Wie soll sich die Politik verhalten?

Politik soll materielle und immaterielle Werte regeln. Die EDU hat sich immer wieder für ethisch wichtige Themen stark gemacht. Mit dieser Initiative liegt der Fokus nun bei den materiellen Werten, wenn gleich die Familie selber ein Kernanliegen der EDU ist. Denn die Familie kann nicht als tragende Säule unserer Gesellschaft wirken, wenn ihr zunehmend die wirtschaftliche Existenzgrundlage fehlt. Mit der Erhöhung der Familienzulagen wählt die EDU eine gerechte und bewährte Massnahme zur Förderung der Familien und deren finanzieller Stärkung. Dieses Vorgehen ist auch sozialpolitisch gerecht. Denn finanziell gut gestellte Familien zahlen bei höheren Einkommen höhere Steuern und einkommensschwache Familien sind durch die Familienzulagen steuerlich weniger stark betroffen, da sie tiefe Steuern zahlen.