Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) schreibt auf seiner Website:      „Familien leisten einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Mit dem Familienlastenausgleich anerkennt der Staat die Leistungen der Familien und schafft einen Ausgleich der Kosten, der den Familien für Betreuung, Unterhalt und Ausbildung der Kinder entsteht. Eine weitere wichtige Funktion des Familienlastenausgleichs ist die Verhinderung der Familienarmut. In der Schweiz sind Alleinerziehende und kinderreiche Familien besonders häufig von Armut betroffen.“

Der Bundesrat schreibt in seiner familienpolitischen Auslegeordnung vom 20.5.2015: „Die wirtschaftliche Situation der Familien wird stark beeinflusst von den Kinderkosten. Was die privaten Haushalte in der Schweiz an direkten Kosten (kinderbedingten Konsum-Mehrkosten) auf sich nehmen, wenn sie Kinder gross ziehen, wurde im Auftrag des BFS in einer Studie analysiert und im Frühjahr 2014 aktualisiert.

Direkte Kinderkosten in der Schweiz, Zahlen 2009-2011:

                                              Kosten Kind/MonatKosten Kind/Jahr Kosten alle Kinder/Jahr
Alleinerziehende mit 1 KindFr. 1’201                 Fr. 14’412              Fr. 14’412
Paar mit 1 Kind                       Fr.   942                 Fr. 11’304              Fr. 11’304
Paar mit 2 Kindern                 Fr.   754                 Fr.   9’048              Fr. 18’096
Paar mit 3 Kindern                 Fr.   607                 Fr.   7’284              Fr. 21’852

Familien werden durch die Kinderkosten erheblich belastet. Diese gefährden den Wohlstand vieler Familien und führen teilweise zu Armut. Der Bundesrat ist deshalb der Auffassung, dass die wirtschaftliche Absicherung der Familien und die Bekämpfung der Familienarmut zentrale Zielsetzungen der Familienpolitik sein müssen:

Aus dem Familienbericht 2017 des Bundesrates geht weiter Folgendes hervor: „Die Mehrheit der unter Armut leidenden Bevölkerung waren und sind in der Schweiz kinderreiche Familien und alleinerziehende Mütter. Letztere leiden nicht nur überdurchschnittlich unter wirtschaftlicher Armut, sondern sind mit einer Häufung von sozialen Problemlagen konfrontiert. Die Akteure auf allen staatlichen Ebenen sind daher gefordert, weitere Anstrengungen zu unternehmen, um die Familienarmut zu verhindern und zu bekämpfen.“