Familien leisten einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Mit den Familienzulagen anerkennt der Staat die Leistungen der Familien und schafft einen Ausgleich der Kosten, die ihnen für Betreuung, Unterhalt und Ausbildung der Kinder entstehen. In den letzten drei Jahren, seit die Initiative lanciert worden ist, hat die Hälfte aller Kantone die Familienzulagen zur Entlastung der Familien erhöht. Der Kanton Zürich hat seit zwölf Jahren keine Anpassung mehr vorgenommen und liegt im Ranking der Kantone abgeschlagen auf Platz 20. Mit der Annahme der Initiative wird der wirtschaftsstärkste Kanton der Schweiz zu den familienfreundlichsten Kantonen wie Zug, Basel-Stadt und einige welsche Kantone, was auch ein Standortvorteil ist.

Die einseitigen Verlautbarungen der Wirtschaftsvertreter sind nicht korrekt und in ihrem Ausmass unverhältnismässig. Nach der geltenden Gesetzesgrundlage müssen die Arbeitgeberbeiträge in die Familienausgleichskassen zwar um 0,5 % erhöht werden. Dieses Finanzierungsmodell ist jedoch nicht zwingend, da die Initiative keine Vorgaben zur Finanzierung macht. Vielmehr wird der Kantonsrat im Rahmen der parlamentarischen Beratung der Vorlage in den nächsten zwei Jahren darüber befinden, ob das bisherige Finanzierungsmodell beibehalten wird oder anzupassen ist.

Irritierend ist auch der beleuchtende Bericht der Regierung zur Initiative. Denn die Mehrkosten, die der Kanton und die Gemeinden als Arbeitgeber zu tragen hätten, werden durch steuerliche Mehreinnahmen von Kanton und Gemeinden aus den erhöhten Familienzulagen mehr als kompensiert. Für die Steuerzahler entstehen also keine Mehrkosten.

Einige Hunderttausend Mütter und Väter profitieren im Kanton Zürich von höheren Kinder- und Ausbildungszulagen. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Stärkung und Unabhängigkeit aller Familien geleistet, ohne ein Familienmodell zu benachteiligen.